„Eine fruchtbare Kooperation“ – deutsch-japanischer Quanten-Workshop in Sapporo bringt Spitzenwissenschaftler:innen zusammen
Überblick
Das Exzellenzcluster ctd.qmat – Komplexität, Topologie und Dynamik in Quantenmaterialien – setzt seine erfolgreiche deutsch-japanische Forschungskooperation fort: Vom 2. bis 4. März 2026 fand der 2nd Japan-Germany Workshop on Correlated and Topological Quantum Materials in der Hokkaido University, Japan, statt. Die Veranstaltung brachte führende Wissenschaftler:innen, Nachwuchsforschende und Studierende aus beiden Ländern zusammen, um aktuelle Fortschritte und Herausforderungen in der Forschung zu topologischen Quantenmaterialien zu diskutieren.
Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte
Der erste Workshop dieser Art wurde 2024 in Würzburg organisiert und legte den Grundstein für eine intensive Zusammenarbeit zwischen deutschen und japanischen Forschenden. „Die Fortsetzung dieses Formats in Japan zeigt, wie fruchtbar unsere Kooperation ist. Wir freuen uns, dass wir die wissenschaftlichen Verbindungen weiter stärken und neue Forschungsprojekte anstoßen können“, betont Ralph Claessen, Würzburger Sprecher des Exzellenzclusters ctd.qmat.
Wissenschaftlicher Austausch auf höchstem Niveau
Das dreitägige Programm umfasste Vorträge von renommierten Wissenschaftler:innen und ausgezeichneten Nachwuchsforschenden. Insgesamt trugen über 30 eingeladene Sprecher:innen aus Deutschland und Japan zu einem interdisziplinären Austausch bei. Themen wie topologische Supraleitung, ultrapräzise Messungen, nicht-hermitesche Topologie, Quantenmagnetismus und neuartige optische Phänomene standen im Fokus.
Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Ein besonderes Anliegen des Workshops war die Förderung von Nachwuchsforschenden. Neben den Vorträgen bot die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum Netzwerken, darunter Posterpräsentationen und Diskussionsrunden. „Der Austausch zwischen jungen Wissenschaftler:innen aus beiden Ländern ist essenziell, um langfristige Kooperationen zu etablieren und die nächste Generation von Forschenden zu inspirieren“, ergänzt Matthias Vojta, Dresdner Sprecher von ctd.qmat.
Blick in die Zukunft
Der Workshop in Sapporo hat nicht nur die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan weiter vertieft, sondern auch neue Impulse für die Forschung an Quantenmaterialien gesetzt. Die Organisator:innen von ctd.qmat und PRESTO planen bereits zukünftige gemeinsame Projekte und Veranstaltungen, um die Zusammenarbeit weiter auszubauen. PRESTO (Precursory Research for Embryonic Science and Technology) ist ein japanisches Förderprogramm, das besonders innovative Grundlagenforschung unterstützt, die als „Technologie-Keim“ eine hohe zukünftige Wertschöpfung verspricht.
Mit diesem Workshop wurde ein weiterer Meilenstein in der internationalen Vernetzung der Quantenforschung erreicht – ein Erfolg, der die Grundlage für bahnbrechende Entdeckungen in den kommenden Jahren legen könnte.
Daten & Fakten
13.03.2026
ctd.qmat
Das Exzellenzcluster ctd.qmat – Complexity, Topology and Dynamics in Quantum Matter (Komplexität, Topologie und Dynamik in Quantenmaterialien) der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Technischen Universität Dresden erforscht und entwickelt neuartige Quantenmaterialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften. Etwa 300 Wissenschaftler:innen aus mehr als 30 Ländern entwerfen an der Schnittstelle von Physik, Chemie und Materialwissenschaften die Grundlagen für die Technologien der Zukunft. 2026 ist das Cluster in die 2. Förderperiode der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gestartet – mit erweitertem Fokus auf die Dynamik von Quantenprozessen.
Fotos
© Archiv Ralph Claessen
Wissenschaftliche Ansprechpartner
Prof. Ralph Claessen
Würzburger Sprecher des Exzellenzclusters ctd.qmat
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Tel: +49 931 318 5732
Email: ralph.claessen@uni-wuerzburg.de
Prof. Matthias Vojta
Dresdner Sprecher des Exzellenzclusters ctd.qmat
Technische Universität Dresden
Tel: +49 351 463 34135
Email: matthias.vojta@tu-dresden.de